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Dissertation: Bezugspunkt Gesellschaft

 

Philosophische Wissenschaftsforschung

PHILOsophie3
Séverine Piazza: Serie "PHILOsophie" Nr. 3 (2010)
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Wissenschaft beruht meiner Ansicht nach auf einem allgemeinen Vorurteil. Dieses lautet: Zuerst wissen wir etwas nicht, dann wird es von der Wissenschaft erforscht und dann wissen wir es. Diese Meinung, die eine Trägersäule unseres gesamten Gesellschaftsgebäudes ist, erweist sich allein schon in der persönlichen Erfahrung als falsch: Mag etwas auch bereits von der Wissenschaft erforscht sein, ich muss mich dennoch erneut damit beschäftigen, um die Lehre der Wissenschaft über diese Sache zu verstehen. Die einmal erbrachte (wissenschaftliche) Erkenntnisleistung erspart uns weitere Erkenntnisleistungen bezüglich desselben Erkenntnisgegenstandes also nicht.

Das ist aber noch nicht alles: Ich muss nicht nur meine eigene Erkenntniskraft und meinen persönlichen Lernaufwand dahintersetzen, um noch einmal zu erkennen (und zu verstehen), was die Wissenschaft schon erkannt hat und mir lehrt. Sondern auf einer höheren erkenntnistheoretischen Stufe muss ich als Individuum genau nachvollziehen, was die Wissenschaft eigentlich gemacht hat, als sie diese oder jene Sache beforschte, um ihre Ergebnisse einzuordnen und bewerten zu können.

Wissenschaftliche Erkenntnis erspart uns somit nicht die individuelle Erkenntnis. Vor allem erspart sie uns nicht die individuelle Erkenntnis der wissenschaftlichen Erkenntnis. Denn alles, was die Wissenschaft bereits erforscht hat, müssen wir als Individuen noch einmal erforschen, um, erstens, diese Erkenntnisse zu verstehen, und zweitens, um zu verstehen, was die Wissenschaft überhaupt gemacht hat, um diese Erkenntnisse zu fabrizieren. Was die Wissenschaft eigentlich ist und welche Leistung sie für uns erbringt, ist damit fraglich geworden, denn offensichtlich erbringt sie nicht die Leistung, uns als Individuen wissender zu machen, müssen wir doch, wie soeben ausgeführt, unsere indiviuellen Erkenntnisanstrengungen darein setzen zu verstehen, was die Wissenschaft uns überhaupt lehren will.

Mit dieser Erforschung der Wissenschaft beschäftigt sich die philosophische Wissenschaftsforschung (in dem Sinne, wie ich diesen Terminus verwende). Unter "philosophischer Wissenschaftsforschung" ist dabei keine Fach oder Fachgebiet gemeint, ist doch die Philosophie selber auch kein Fach, sondern eine individuelle Anstrengung der Erforschung jener Institution, die uns angeblich das Licht der Erkenntnis bringen soll und dabei selber nur riesenhaft groß und verworren aussieht.

Was ist Wissenschaft überhaupt? Wozu dient sie? Wofür ist sie gut? Wie funktioniert sie? Alle diese Fragen verlangen nach Antworten für jemanden, dem die Wissenschaft zweifelhaft geworden ist. Mit Fragen aus diesem Themenkreis sollen sich die hier folgenden Texte beschäftigen.

 

Die alte Scheune
Rezension von Jay F. Rosenberg: Drei Gespräche über Wissen (im Original: Three Conversations about Knowing (2000)), Reclam, Stuttgart 2013.

Das Gettier-Problem als ethisches Problem

Presentation with comments: The logical inferences in Edmund Gettier‘s counterexamples to the Standard Analysis of Knowledge and human action. (PDF)

Arbeitsblatt: Arnold Gehlen - Philosophie und wissenschaftliches Wissen (PDF)

Arbeitsblatt: Wann ist etwas vom Fach her dargestellt? (PDF)

Hauptbegriffe der Epistemologie nach Ambrose Bierce (PDF)

Grundelemente einer Wissenschaftstheorie (32)
Warum uns die Wissenschaft blöd macht
pdf-Dokument (2 Seiten)

Grundelemente einer Wissenschaftstheorie (31)
Solidarität und/oder Objektivität? (Nach Richard Rorty)
pdf-Dokument (2 Seiten)

Grundelemente einer Wissenschaftstheorie (30)
Verwechseln wir die Wissenschaft mit dem Wissenschaftssystem?
pdf-Dokument (2 Seiten)

Grundelemente einer Wissenschaftstheorie (29)
Überflügeln Sie gerne?
pdf-Dokument (2 Seiten)

Grundelemente einer Wissenschaftstheorie (28)
Zwei moralische Erzählungen über die Objektivität
pdf-Dokument (2 Seiten)

Grundelemente einer Wissenschaftstheorie (27)
Wissenschaft als "Stütze der Demokratie"
pdf-Dokument (1 Seite)

Grundelemente einer Wissenschaftstheorie (26)
Passen Selberdenken und Wissenschaft zueinander?
pdf-Dokument (3 Seiten)

Grundelemente einer Wissenschaftstheorie (25)
Kann man von der Wahrheit bevormundet werden?
pdf-Dokument (2 Seiten)

Grundelemente einer Wissenschaftstheorie (24)
Wenn man einen anderen Wert über den der Wahrheit stellt
pdf-Dokument (2 Seiten)

Grundelemente einer Wissenschaftstheorie (23)
Über den Vorteil, den es bringt, zu leugnen, dass man Entscheidungen trifft, wenn man welche trifft
pdf-Dokument (2 Seiten)

Grundlelemente einer Wissenschaftstheorie (22)
"Die Wissenschaft zum Gemeingut machen"
pdf Dokument (2 Seiten)

Grundelemente einer Wissenschaftstheorie (21)
Wissenschaft und Nutzen
pdf Dokument (3 Seiten)

Grundelemente einer Wissenschaftstheorie (20)
Wissenschaft und Franchising
pdf Dokument (3 Seiten)

Grundelemente einer Wissenschaftstheorie (19)
Wissenschaftlicher Erfolg
pdf Dokument (1 Seite)

Grundelemente einer Wissenschaftstheorie (18)
Warum man von der Wissenschaft nichts lernen kann
pdf Dokument (3 Seiten)

Grundelemente einer Wissenschaftstheorie (17)
Das Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten
pdf Dokument (2 Seiten)

Grundelemente einer Wissenschaftstheorie (16)
Wissenschaft und Demokratie
pdf-Dokument (3 Seiten)

Grundelemente einer Wissenschaftstheorie (15)
Die Wissenschaft spricht nicht mit uns
pdf-Dokument (2 Seiten)

Grundelemente einer Wissenschaftstheorie (14)
Die moderne Wissenschaft nach Francis Bacon (1561-1626)
pdf-Dokument (3 Seiten)

Grundelementee einer Wissenschaftstheorie (13)
Wissenschaft und Bildung
pdf-Dokument (2 Seiten)

Grundelemente einer Wissenschaftstheorie (12)
Friedrich Nietzsche und Niklas Luhmann: Wissenschaft als kollektive Sicht der Dinge
pdf-Dokument (2 Seiten)

Grundelemente einer Wissenschaftstheorie (11)
Francis Bacon - die Erfindung der scientific community
pdf-Dokument (2 Seiten)

Grundelemente einer Wissenschaftstheorie (10)
Wo sind die Wissenschaften - in oder außerhalb von René Descartes?
pdf-Dokument (1 Seite)

Grundelemente einer Wissenschaftstheorie (9)
Was ist akademische (wissenschaftliche) Philosophie?
pdf-Dokument (2 Seiten)

Grundelemente einer Wissenschaftstheorie (8)
Die wissenschaftliche Weltauffassung des Wiener Kreises
pdf-Dokument (2 Seiten)

Grundelemente einer Wissenschaftstheorie (7)
Wissenschaft und die Möglichkeit, eine eigene Meinung zu haben
pdf-Dokument (1 Seite)

Grundelemente einer Wissenschaftstheorie (6) (PDF)

Grundelemente einer Wissenschaftstheorie (5) (PDF)

Grundelemente einer Wissenschaftstheorie (4)
Warum es keine wissenschaftlichen Revolutionen gibt!
pdf-Dokument (1 Seite)

Grundelemente einer Wissenschaftstheorie (3) (PDF)

Grundelemente einer Wissenschaftstheorie (2) (PDF)

Grundelemente einer Wissenschaftstheorie (1) (PDF)

Was alles unwissenschaftlich ist. Rezension von Alex Rosenberg: Philosophy of Science. A Contemporary Introduction

Nur gute Wissenschaft ist Wissenschaft - einige Notizen zu Alan F. Chalmers Grenzen der Wissenschaft

Was ist eigentlich Argumentieren?

Ist eine Verengung der Medizin zur ärztlichen Kunst möglich?
Vortrag beim 3. Symposium der Gesellschaft für Philosophie und Medizin, am 31. März 2017 (pdf-Dokument 9 Seiten)

Paper: Helmut Hofbauer: „Isms lead to misinterpretations of moderate concepts and frame debates“, in: Christian Kanzian, Josef Mitterer, Katharina Neges (eds.): Realism – Relativism – Constructivism. Contributions to the 38. International Wittgenstein Symposium. Volume XXIII. Neulengbach 2015, p. 135-137.

Talk: Helmut Hofbauer: „Isms lead to misinterpretations of moderate concepts and frame debates“ - pdf document containing the text of the talk in the form of notes.

Isms Lead to Misinterpretations of Moderate Concepts
pdf-Dokument, 1 Seite

Wittgenstein Symposium 2015, Kirchberg/Wechsel 9-15 August 2015
Vortrag / presentation und Publikation / paper

 

Von Klein- und Großdenkern, Anglern im Trüben, Wissenschaftsnomaden und Sudokuwissenschaftlern. Selbstbilder von MedizinforscherInnen an der Medizinischen Universität Wien.

Vortrag, gehalten beim Workshop „Dr. Jekyll oder Mr. Hyde. Die Figur des Naturwissenschaftlers und ihre Konstruktion zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung“ der Schweizerischen Gesellschaft für die Geschichte der Medizin und der Naturwissenschaften am 9. Sept. 2010 in Lausanne.


© helmut hofbauer 2009